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Wie geht es dir? – ein anderer Jahres-Rückblick

Frau mit Wunderkerze - Ein Moment für dichIm Pikler-Kurs sagte mal eine Teilnehmerin, sie überlege noch, ob sie weitermacht, es sei so schön, wenn wir gefragt werden „Wie geht es dir heute?“. Es klingt ein wenig verückt, dafür an einem Kurs teilzunehmen, aber gerade im stressigen Elternalltag, kommt genau das zu kurz. Mal jammern können, weil man das Gefühl hat, alles ist schlimm oder sich an die letzte Woche erinnern und feststellen, eigentlich geht es gerade gut. Können wir uns das nicht selbst fragen?

Ein Rückblick ins Jahr 2016

An Silvester habe ich mich mal ganz groß selbst gefragt: Wie geht es mir? Und dazu ein „Lebensrad“ ausgefüllt. (Ich weiß nicht mehr, wo ich es herhabe, deshalb kann ich es nicht verlinken, aber hier gibt es es eine Erklärung und Anleitung (wobei ich finde, 5 Stufen reichen): http://www.zielgenau.ch/lebensrad-wheel-of-life-hypnose.html)

In 14 Lebensbereichen habe ich mir die Frage gestellt, wie fühle ich mich damit. Eigentlich ging es mir dabei um die Frage, wie veränderte sich mein Leben durch den Zwerg. Was ist „ausgefüllter“ geworden und was weniger?

Gefühlt ist überall weniger, weil ich mich ständig mit Leuten vergleiche, von denen ich annehme sie hätten so viel mehr Zeit. Wenn ich darüber nachdenke, merke ich, dass das Quatsch ist, auch ohne Kind hat man Verpflichtungen, lässt Dinge liegen, hat das Gefühl keine Zeit zu haben. Manchmal ist so ein Zwerg ja auch eine Motivation die Zeit effizient zu nutzen, beim Arbeiten und Putzen wie beim Faulenzen. Ich schiebe zum Beispiel weniger Sachen auf. (Wie sich das anfühlt, werde ich hier nicht vertiefen, alle die Aufschieben, haben es schon oft genug gelesen und gehört).

Was will ich vom Leben

adult-1822484_640Bei den Anworten kam ich immer wieder ins Stolpern, denn was denke ich, was ein erfülltes Leben wäre und was will ich wirklich?

Zum Beispiel „Kultur und Reisen“. Eine Frage bei der ich zuerst dachte, was für ein Witz. Wann bin ich denn das letzte Mal in einem Museum oder Theater gewesen und meine letzte Reise war ins Sauerland … Andererseits, ich habe im letzten Jahr so viele schöne und gute Bücher gelesen. Ich habe mich an Wälzer der Literatur-Geschichte gewagt, wenn ich neben dem Zwerg saß, bis er eingeschlafen ist. Museums-Besuch hatte ich ein paar Mal vorgehabt, an dem Wochenende, an dem Zeit gewesen wäre, mich aber für entspannte Family-Zeit entschieden. Brauch ich eigentlich mehr Kultur? Zur Zeit nicht. (Mal wieder so weit weg fahren, dass alles ein bißchen fremd ist, wäre schon schön.)

Auch bei anderen Bereichen sehe ich die zwei Antworten: Wie weit erfülle ich den gedachten gesellschaftlichen Anspruch und wie weit entspricht mein Leben meinen Wünschen?

Wenn ich mir wirklich meine Wünsche für mein Leben anschaue, wenn ich fühle, wie erfüllt ist mein Leben in diesem Bereich? Bin ich da glücklich und zufrieden oder soll sich etwas ändern? Dann habe ich festgestellt: Mir geht es verdammt gut. Mir geht es in vielen Bereichen ganz fantastisch und in den meisten anderen gut. Nur zwei Dinge will ich deutlich ändern und das wie war auch schnell klar.

So entspannt und glücklich habe ich selten ein neues Jahr angefangen 🙂

Und wie geht es dir?

Deshalb möchte ich dich nun auch fragen: Wie geht es dir?

wp_20160915_16_39_33_proWie erfüllt empfindest du dein Leben in den Bereichen:

  • Familie
  • Beziehung
  • Freundschaft und Kontakte
  • Beruf
  • Einkommen und finanzielle Absicherung
  • Selbstverwirklichung und Berufung
  • Spiritualität
  • Liebe und Anerkennung
  • Genuss und Eros
  • Zeit in Garten, Wald und Wiese
  • Wohnen
  • Gesellschaftliches und politisches Engagement
  • Fitness und Wellness
  • Kultur und Reisen

Du kannst dir einfach hinter jedem Begriff einen Balken mit 5 Abschnitten malen (ist einfacher als ein Rad) oder du malst dir eine Blume mit einem 5-teiligen Blatt für jeden Bereich. Oder auch einfach aufschreiben, was dir zu den Bereichen einfällt.

Wenn dich niemand fragt, wie es dir geht, dann frag dich selbst wie es dir geht. Und wenn es dir gut geht, feiere den Tag und wo es schlecht wird, ändere es (was viel leichter ist, je konkreter du siehst, was schlecht ist).

 

Danke

Das ich all das hier schreibe, dass ich überhaupt wieder auf diesem Blog schreibe, liegt an der wunderbaren Claudia Kauscheder, bei der ich zum Jahresende den Kurs „Goodbye 2016“ mitgemacht habe. Darin ging es auch darum, Erfolge zu feiern und ich habe an Silvester mit dieser großen Frage den „Erfolg“ meines Lebens gefeiert. 🙂 Danke!

Ab jetzt will ich mich nur noch an meinen Zielen messen und nicht an gedachten äußeren Zielen. Wir sind nicht da, um die Erwartungen anderer zu erfüllen, nicht die der eigenen Eltern, der Gesellschaft, den „Anderen“, wir sind auf der Welt, um unser Leben zu leben!

Frohes 2017!

PS: Das Blumenbild ist von mir, die beiden anderen von Pixabay: Die Wunderkerze von https://pixabay.com/de/users/Unsplash-242387/ und der „Erfolg“ von https://pixabay.com/de/users/sasint-3639875/

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Published inMamas Welt

Ein Kommentar

  1. Liebe Sarah,

    vielen, vielen Dank für diesen wunderschönen Artikel! „Wenn dich niemand fragt, wie es dir geht, dann frag dich selbst wie es dir geht.“ – ja, das mach‘ ich gerne zu meinem Motto in diesem neuen Jahr! Viel zu oft rödeln wir im Home-Office alleine vor uns hin, ohne uns das zu fragen …

    Liebe Grüße,
    Claudia

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